Was kostet ein Erbschein? Was ist ein Erbschein?

Erbschein
Was kostet ein Erbschein? Was ist ein Erbschein?

Der Tod eines geliebten Menschen, eine beträchtliche Verlusterfahrung in dem Leben aller Angehörigen. Trotz dieser starken, emotionalen Erschütterung gibt es im Erbfall sehr wichtige Aufgaben, die prompt erledigt werden müssen, wie z.B. der Erbschein.

Was ist der Erbschein? Was kostet der Erbschein? In unserem Beitrag finden Sie eine Antwort auf diese und weitere wichtigen Fragen.


Was ist ein Erbschein?

In einem Erbschein wird nicht nur festgelegt, welche Personen (oder Erbengemeinschaft) erben, sondern auch welche Beschränkungen es zu beachten gibt. Der Erbschein ist zwar nicht notwendig, gilt allerdings als eine empfehlenswerte Maßnahme. Der Zweck eines Erbscheins ist einem Erben die zum Erbe gehörenden Verfügungen zu erleichtern. Dies kann z. B. der Verkauf eines geerbten Objektes.

Wo kann man den Erbschein beantragen?

Ein Erbschein muss vom Erben beim Amtsgericht beantragt werden, in dem der Erblasser seinen letzten Wohnsitz hatte. Die Beantragung erfolgt in einer seiner Abteilungen: dem sog. Nachlassgericht. Der Erbscheinantrag kann auch bei einem Notar beurkundet werden. Hier kann man auch nur die eidesstattliche Versicherung zu erstellen.

Erteilung abgelehnt?

Kann die Erteilung vom Erbschein abgelehnt werden?

Sollte der Antrag auf die Erteilung eines Erbscheins abgelehnt werden, dann können die Antragsteller ihre Beschwerde vorbringen. Und zwar in schriftlicher oder in mündlicher Form zu Protokoll der Geschäftsstelle des Nachlassgerichts oder Beschwerdegerichts. Eine schriftliche Beschwerde bedarf der Unterzeichnung eines Rechtsanwalts.

Was kostet ein Erbschein?

Die Kosten für den Erbschein werden vom Antragsteller bzw. von den Antragstellern bezahlt. Und zwar parallel zum geerbten Anteil. Diese Gebühren hängen von der Höhe des Nachlasswerts minus evtl. Nachlassverbindlichkeiten sowie des Pflichtteils ab.
Die genaue Berechnung der Höhe dieser Gebühren wird im Gesetz über die Kosten in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit festgelegt.

Erbschein-Kostenrechner

Wie hoch sind die Gebühren für die Beantragung eines Erbscheins?

Die Kosten zur Beantragung des Erbscheins können Sie hier berechnen

Was steht im Antrag auf die Erteilung eines Erbscheins?

  • Zeit des Todes Erblassers,
  • Wert des Nachlasses
  • Verhältnis, auf dem das Erbrecht beruht (Vater Kind oder Ehemann-Ehefrau-Verhältnis)
  • Hat der Erblasser ein Testament gemacht?
mehr
  • Ist ein Rechtsstreit über sein Erbrecht anhängig?
  • Erklärung darüber, ob Personen vorhanden sind oder waren, durch die der Antragsteller von der Erbfolge ausgeschlossen oder sein Erbteil gemindert werden würde
  • Beglaubigte Kopien wichtiger Urkunden und Dokumente (Sterbeurkunde, Heirats- & Geburtsurkunde, Adoption, evtl. weitere Testamente, etc.)

Was steht im Erbschein?

Grundsätzlich muss der Erbschein folgende Angaben enthalten

  • Name und Todestag des Erblassers
  • Namen und Geburtsdaten der Erben
  • Erbteile (bei einer Erbengemeinschaft die Angabe der Bruchteile der Erbschaft)
  • Verfügungsbeschränkungen des Erben
  • Gibt es eine Wiederverheiratungsklausel?
  • Hat der Erblasser einen Testamentvollstrecker ernannt?

Wer kann den Erbschein beantragen?

Ein Erbschein kann vom gesetzlichen oder von gewillkürten Erben beantragt werden.
Wurde von einem Erblasser kein Testament aufgesetzt, in dem die Reihenfolge seiner Erben genannt wird, dann gilt die gesetzliche Erbfolge.

Gesetzliche oder gewillkürte Erben?

Gesetzliche oder gewillkürte Erben?

Bei den gesetzlichen Erben handelt es sich um die näher liebendsten Verwandte des Erblassers. Also Kinder, Enkelkinder; Eltern und Geschwister und Ehepartner. Unter gewillkürten Erben versteht man alle Erben, die nicht zu den gesetzlichen Erben gehören, vom Erblasser allerdings im Testament als Erben ausgewählt wurden. Hierzu gehören beispielsweise Verwandte, Ehepartner, Freunde, Bekannte, etc. Als gewillkürte Erben aber auch Institutionen wie z, B. Stiftungen sein.

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